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Was ist Runderneuerung?
Produktionsschritte
Runderneuerung - warum nicht?

Kaltvulkanisation

Runderneuerung Heißvulkanisation


Mit Kaltvulkanisation oder Kaltrunderneuerung wird die formenunabhängige Vulkanisation eines zu erneuernden Reifens bei einer Temperatur von ca. 98-108°C bezeichnet.

Der abgefahrene, vorbereitete Reifen (Karkasse) wird hierzu mit Bindegummi (Rohgummi) aufgebaut und dann mit einem vorvulkanisierten Laufstreifen (Profillauffläche) belegt. Der Vulkanisationsprozeß sorgt dann in einem Autoklaven (Heizkessel) für die Verbindung zwischen Karkasse, Bindegummi und Laufstreifen. Vereinfacht gesagt, verschmilzt das Gummi. Im Detail handelt es sich jedoch um einen komplexen, chemischen Prozeß, der neben der festen Verbindung auch für die Elastizität des Gummis maßgeblich ist. Diese Veränderung ist irreversibel.

Neben den Vorteilen für den Runderneuerer, wie geringere Investitionskosten da keine spezifischen Formen angeschaftt werden müssen, bringt das Kaltrunderneuerungsverfahren auch Vorteile an sich: So ist beispielsweise das Produktionsverfahren, dank der niedrigeren Heiztemperatur deutlich karkassenschonender. Auch die Laufleistungseigenschaften sind in der Regel besser als die einer Heißerneuerung und nähern sich, je nach Laufstreifen, teilweisen gar den Neureifenlaufleistungen. (Bandag-Qualität) Zudem erlauben die günstigeren Investionskosten natürlich auch eine viel breitere Produktpalette mit verschiedensten Profildesign für die unterschiedlichen Einsatzbereiche.

Angemakelt wird bei Kalterneuerungen teilweise, die suboptimale Optik. Das Aussehen ist in starkem Maße von den zur Verfügung gestellten Karkassen abhängig und nur bei gut gepflegten Karkassen, kann auch ein, nicht nur technisch, sondern eben auch optisch neuwertiger Reifen hergestellt werden.



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